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Jean Paul

Editorische Erschließung kulturgeschichtlich relevanter Familien- und Freundesbriefwechsel im Kontext der ”Briefe von und an Jean Paul”

 

Die Edition versteht sich als Ergänzung der Mitte der 20er Jahre von Eduard Berend begonnenen historisch-kritischen Gesamtausgabe von Jean Pauls Werken, Nachlass und Briefen. Als solche ist sie der 1956 mit dem Band Jean Pauls Persönlichkeit in den Berichten der Zeitgenossen begründeten Abteilung ”Lebenszeugnisse und Zeugnisse zur Biographie” (Abt. V) zuzurechnen.

Sie erschließt zwei kultur- und ästhetikgeschichtlich bedeutsame Briefwechsel aus dem Richterschen Freundes- und Familienkreis zusammenhängend auf der Basis der Handschriften.

Diese Briefwechsel bilden den Grundstock eines von Jean Paul inspirierten epistolarischen ‚Bureau d’Esprit’, das sein Zentrum in der ‚sentimentalen’ (F. Schlegel) Kunst- und Lebensphilosophie des Dichters hat und als Bestandteil seines nach 1790 entstandenen Œuvres zu begreifen ist. Es handelt sich hierbei um ein einzigartiges Zeugnis romantischer Brief- und Geselligkeitskultur, das neben neuen biographischen Erkenntnissen über Leben und Werk des Autors wichtige Aufschlüsse für das Verständnis der Jean Paulschen Poetik als einer ‚Inaugural-Ästhetik’ der Schriftkultur liefert. Die Publikation der bisher kaum bekannten ca. 600 Briefe wird zu einer differenzierteren Betrachtung des geistigen und kulturellen Lebens zwischen 1790 und 1830 beitragen, speziell zur Erforschung der Romantik als Auftakt einer auch populären ‚ästhetischen Moderne’.

Jede der Korrespondenzen erscheint als ein eigenständiger Band. Darüber hinaus soll dieser auch ein breiteres kulturhistorisch interessiertes Publikum ansprechenden Buchfassung eine digitale ‚Forschungs-Version’ der Gesamtausgabe zur Seite gestellt werden (Hybridedition).

www.jean-paul-edition.de