 | Linguistisches Wörterbuch |  |
Neubearbeitung des Linguistischen Wörterbuchs von Theodor Lewandowski
Im Namen und in Kooperation mit der Gesellschaft für deutsche Sprache wird am Institut für Germanistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine Neubearbeitung des Linguistischen Wörterbuchs von Theodor Lewandowski vorgenommen. Die überarbeitete Fassung wird im Jahre 2004 als 7. Auflage des “Lewandowski” im Verlag Quelle & Meyer erscheinen.
Bei der Neubearbeitung ist von den folgenden Prämissen und Prinzipien ausgegangen worden:
1. Auf der Grundlage des vorhandenen Artikeln des “alten” Lewandowski wird eine gründliche Neubearbeitung vorgenommen, die dem aktuellen Forschungsstand entspricht, d.h. Auswahl der Stichwörter und Inhalte der Artikel wird an neuere Entwicklungen in der Linguistik angepaß.
2. Zwar wird der – im Unterschied zu vergleichbaren Nachschlagewerken – “narrative” und damit lese- und lernfreundliche Charakter des Lewandowskischen Wörterbuchs beibehalten, doch darf dabei der bisherige Umfang nicht wesentlich überschritten werden.
3. Da es nicht die Anzahl der Stichwörter ist, die den Lewandowski aus der Menge der vorhandenen linguistischen Wörterbücher hervorhebt, sondern die abgewogene Informativität seiner Artikel, können nur die jeweils wichtigsten Begriffe der einzelnen Teildisziplinen aufgenommen und behandelt werden.
4. Im Ausgang von einer Gesamtsynopse der Stichwortinventare aller bisher vorliegenden deutschsprachigen linguistischen Fachwörterbücher ist die Lemmaliste des “neuen” Lewandowski aktualisiert worden, so daß neueren, insbesondere “pragmatischen” und “kognitiven” Entwicklungen der Sprachwissenschaft Rechnung getragen wird.
5. Die neuen Stichwörter, um die das Linguistische Wörterbuch zu ergänzen ist, entstammen vor allem den Bereichen: Sprachphilosophie/Semiotik, Textlinguistik, Gesprächsanalyse, Politolinguistik, Kontrastive Linguistik, Sprachdidaktik, Kognitive Linguistik, Sprachpflege und Sprachkritik sowie Psycho- und Computerlinguistik.
6. Alle bereits in der 6. Auflage vorhandenen Artikel werden so überarbeitet, daß sie den neuesten Stand der Forschung widerspiegeln.
7. Die Angabe englischer, französischer und russischer terminologischer Entsprechungen soll beibehalten werden.
8. Die Literaturangaben zu den einzelnen Artikeln werde sorgfältig aktualisiert.
9. Um semantische Entwicklungen für den Benutzer transparent zu machen sind die einzelnen Artikel – soweit möglich – historisch angelegt und bieten unterschiedliche Begriffsbestimmungen und -erläuterungen in chronologischer Reihenfolge.
10. Eine benutzerfreundliche Darstellung schließt die kurze Diskussion von Beispielen ein.
11. Die Erläuterung der einzelnen Termini erfolgt neutral; punktuell sind aber kritische Kurzbemerkungen möglich.
12. Durch Artikelgliederung nach Ziffern wird das Nachschlagen erleichtert.
13. Eine angefügte Liste der gestrichenen Lemmata wird für terminologische Spezialfragen auch frühere Auflagen des Lewandowski benutzbar halten.
14. Der Informationswert des Lexikons wird durch zusätzliche Erstellung eines Indexes, der alle diejenigen Termini umfaßt, die in den Artikeln erwähnt werden, jedoch selbst nicht lemmatisiert sind, erhöht.
Neben den Mitgliedern des Lehrbereichs Germanistische Linguistik des Instituts für Germanistik wirken auch einige externe Autoren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft für deutsche Sprache an der Neubearbeitung und Erstellung des “neuen” Lewandowski mitwirken.
Wir danken dem Verlag Quelle & Meyer für seine Geduld, die wir jetzt nur noch relativ kurze Zeit in Anspruch nehmen werden.
Armin Burkhardt

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